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OFFENER BRIEF


Offener Brief der Gemeinschaften der Deutschen aus Russland an die Bürgermeister, Fraktionsvorsitzenden, sowie Ausschussvorsitzenden der Berliner Bezirke Lichtenberg, Marzahn und Spandau.

Unser Miteinander braucht mehr Räume und eine langfristige finanzielle Absicherung

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Krisen unserer Zeit haben eine Gemeinsamkeit: Wir können sie nur miteinander abfedern, bestehen und hinter uns lassen. Das zeigt sich bei der Integration von geflüchteten Menschen ebenso wie bei der Bewältigung der Coronakrise. Unsere Gesellschaft kann heutige und künftige soziale Herausforderungen nur meistern, wenn wir ihren Zusammenhalt stärken. Wir, die Vereine und Initiativen der Deutschen aus Russland, leisten dafür in den Bezirken Lichtenberg, Marzahn und Spandau einen wichtigen Beitrag.

  • Wir leisten einen wichtigen Beitrag dafür, dass Deutsche aus Russland größtenteils gut integriert sind
  • Unsere Begegnungsarbeit hilft bei der Prävention und der Bekämpfung von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus
  • Begegnung ist eine tragende Säule der Integrationsarbeit von Vereinen und Initiativen
  • Begegnungsangebote der Gemeinschaft der Russlanddeutschen ermöglichen soziopolitische Teilhabe unterschiedlicher Communities im Bezirk
  • Russlanddeutsche engagieren sich für die Integration und helfen anderen Einwanderern und Einwanderinnen, auch vielen Geflüchteten, hier in Deutschland gut anzukommen
  • Wir engagieren uns in den Sozialen Medien, um zu zeigen, dass Migration als gesellschaftliche Ressource wahrgenommen werden muss
  • Mehr Mitaneinander trotz Social Distancing: Begegnung zu ermöglichen ist insbesondere nach Corona wichtig

Die Coronakrise hat erwartbare Engpässe dramatisch verschärft und dringend benötigte administrative Unterstützung verzögert. Zudem entfällt künftig die KULTSchule in Lichtenberg als wichtige Anlaufstelle der Gemeinschaft der Russlanddeutschen. Dadurch sind leider zahlreiche Angebote unserer Gemeinschaft vom Aus bedroht.

Die Gemeinschaft der Russlanddeutschen, sowie der Russischsprachigen umfasst rund 70.000 Menschen in Lichtenberg, Marzahn und Spandau. Diese wurden über zwei Jahrzehnte durch den Verein Lyra in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern stark vertreten, sowie zunehmend durch das Netzwerk „Wir Gemeinsam - Мы Вместе“. 

Wir, die beteiligten Menschen und Initiativen

  • benötigen dringend die Zuweisungen fester Räume in den Bezirken sowie
  • eine langfristige finanzielle Absicherung für kulturelle und soziale Angebote.

Folgende Angebote können wir nur mit einer zeitnahen Unterstützung fortsetzen:

  • Niederschwellige Beratungs-, Betreuungs- und Begleitdienste
  • Weiterführende Beratung mit Schwerpunkt Bildungs- und Arbeitsmarktintegration
  • Begegnungsangebote für Neuzugewanderte und Alteingesessene
  • Dauerausstellung „Geschichte der Deutschen aus Russland“
  • Das Familienfestival „Wir Gemeinsam“
  • Auftritte des künstlerischen Ensembles Lyra

Die Hygienemaßnahmen infolge von Corona werden das Raumangebot zusätzlich verknappen und die Nutzung der vorhandenen Räume limitieren. Wir wissen, dass die Politik in den Rathäusern der Bezirke seit Monaten im Krisenmodus arbeitet und stark beansprucht wird.

Für Ihre Arbeit möchten wir an dieser Stelle danken! Gerne möchten wir uns als konstruktive Partner für gemeinschaftliche Lösungen anbieten.

Für ein Gespräch mit den bezirklichen Verantwortlichen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Kontaktperson: Alexander Korneev – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Namen der Initiatoren des Offenen Briefes

  • Alexander Korneev
  • Lydia Busch
  • Walter Gauks
  • Jana Afonina
  • Viktor Warkentin
  • Philipp Kirchner
  • Lydia Pentschuk
  • Irina Palman
  • Manuela Sock
  • Angelika Treffke
  • Maik Bartelt
  • Olga Gauks
  • Svetlana Miller
  • Marina Posmyk

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