Wappen Lichtenberg

Wir gemeinsam in Berlin-Lichtenberg


Ansprechpartner

Foto Lydia Busch

Lydia Busch

Foto Lydia Pentschuk

Lydia Pentschuk


Alexander Korneev

Foto Jacue Solowski

Jacqulline Solowski

 

Die Gemeinschaft der Russlanddeutschen Lichtenberg entstand im Oktober 1993 auf Initiative von Künstlerinnen und Künstlern aus der ehemaligen Sowjetunion. Ziel war es, den vielen Aussiedlern und Spätaussiedlern dabei zu helfen, Fuß zu fassen in der neuen alten Heimat.

Die Gruppe der Spät-Aussiedler gilt heute als Paradebeispiel der Integration. Diese Integrationserfahrung nutzen wir, um bei der Bewältigung aktueller gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen unseren Beitrag zu leisten. Dazu führen wir unterschiedliche Projekte durch, engagieren uns in Gremien sowie Netzwerken und ziehen mit gleichgesinnten Organisationen partnerschaftlich an einem Strang.

Da wir aus einer Künstlerinitiative heraus entstanden sind, spielt das Bewahren und Pflegen der Kultur der Russlanddeutschen auch heute eine besondere Rolle. Denn egal ob Gesang, Tanz oder Kulinarisches - Kultur verbindet. Daher führt die Gemeinschaft seit 2003 den zweisprachigen Claim "Wir gemeinsam - мы вместе".

Das gute Miteinander zu gestalten - das ist unser Anspruch. Darum wollen wir weiterhin daran mitwirken, Brücken zu bauen, für Verständnis und Fairness zu werben zwischen allen Menschen, die heute dieses Land durch ihre Vielfalt bereichern.

Ab Mai 2020 wir die KULTSchule saniert. Wir informieren laufend auf unserer Facebookseite, bei welchen Kooperationspartnern unsere Angebote in Lichtenberg zu finden sind.


PROJEKT HEIMATGEFÜHL – INTEGRATION, PARTIZIPATION UND BEGEGNUNG
Förderung durch das Sozialamt Lichtenberg beendet am 31.04.2020



Das Projekt Heimatgefühl im Bezirk Lichtenberg (Integration, Partizipation und Begegnung) soll Angebote für Menschen mit Fluchterfahrung im Bezirk öffnen, modifizieren und erweitern.

Mit dem Projekt Heimatgefühl sollen bestehende Angebote in der KULTSchule für Fluchtlinge geöffnet und erweitert werden. Darüber hinaus soll das Projekt auch neue Netzwerke der Integration von Menschen mit Fluchterfahrung fördern. Ein weiteres Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit anderen Trägern in Lichtenberg zu festigen und die Vernetzung zwischen den bestehenden Programmen wie Integrationsassistenten, Begleitdiensten, Freizeitgestaltung und Begegnung im Bezirk voranzutreiben.

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen ist die Etablierung einer Kultur des gegenseitigen Respektes und Achtung in unseren Kiezen in Lichtenberg notwendig, die Menschen aus Krisengebieten das Ankommen erleichtern soll und ihnen hilft, sich in den kulturellen und bürokratischen Strukturen Berlins zurecht zu finden.

Mit der KULTSchule soll ein Nachbarschaftshaus mit integrierten Gesellschafts- und Bildungsangeboten etabliert werden. Im Vordergrund steht dabei der interkulturelle Dialog sowie ein Miteinander, dass auf Anerkennung der individuellen Unterschiede, einer Erinnerungskultur, gesellschaftlicher Teilhabe unter Berücksichtigung demokratischer Grundwerte fußt. Konkret sollen Kinder unterschiedlicher Nationalitäten die hauseigene Kita besuchen und gemeinsam im Leseclub spannenden Geschichten lauschen oder sich sportlich betätigen. Währenddessen erhalten die Eltern unkompliziert Alltagshilfe und wenn erwünscht weiterführende Unterstützung. Sie können Bildungsangebote besuchen oder die Länderabende mit Leben füllen.

In der hauseigenen Küche werden Speisen unterschiedlicher Länder vorbereitet. Beim gemeinsamen Kochen können sich die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen näher kommen und trennendes überwinden. Denn „Heimatgefühl“ entwickelt sich dort, wo die Menschen mit einer guten Nachbarschaft leben und eine gemeinsame Sprache sprechen.

Gesellschaftsangebote

Zu den Gesellschaftsangeboten des Projektes Heimatgefühl im Bezirk Lichtenberg zählen alle notwendigen Angebote, die sich aus den Handlungsempfehlungen des Bezirksamtes Lichtenberg und aus der direkten Nachfrage der Bevölkerung ergeben. Dazu gehören ebenfalls Integrationsmaßnahmen und die Koordination der Integrationsarbeit mit Trägern der weiteren Migranten-Organisationen in Lichtenberg. Abgerundet werden die Gesellschaftsangebote durch Jugendarbeit und Sport.

Bildungsangebote

Die Bildungsangebote beinhalten Kompetenzerweiterung, Steigerung der Chancen für Arbeitnehmer auf dem zweiten Arbeitsmarkt, sowie Aktivierung des ehrenamtlichen Engagements. Darüber hinaus zählen dazu verschiedene Weiterbildungsangebote und Kompetenzfeststellungsmaßnahmen.

Ziel des Projektes

  • Realisierung von Begegnungsangeboten für Neuzuwanderer und Öffnung der bestehenden Angebote für Menschen mit Fluchterfahrung
  • Realisierung von Kultur-Angeboten in der KULTSchule
  • Steigerung der Medienkompetenz
  • Steigerung der Kompetenz und Aktivierung des Ehrenamts
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • generationenübergreifende Kulturarbeit
  • Leseförderung von jungen Neuzugewanderten in Zusammenarbeit mit dem Leseclub
  • kostenlose Rechts- und Antragsberatung
  • Netzwerkaufbau und Ausbau von Vereinsstrukturen
  • Etablierung von Länderabenden

Zielgruppen

  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Spätaussiedler und deren Familien
  • russischsprachige Einwanderer
  • Einheimische
  • Ehrenamtliche
  • Kinder und Jugendliche
  • Arbeitssuchende
  • Rentner

PROJEKT NEUE HEIMAT
Förderung durch das Sozialamt Lichtenberg am 31.04.2020 beendet.


Mit dem Projekt NEUE HEIMAT im Bezirk Lichtenberg soll Menschen schnell und unkompliziert Hilfestellungen im Alltag gegeben werden. Dazu gehören das Verstetigen vorhandener Angebote, die Weiterentwicklung dieser Angebote sowie die Entwicklung von neuen Angeboten für und mit den Menschen in Lichtenberg.

Das Projekt NEUE HEIMAT beinhaltet die Umsetzung folgender Aufgabenstellungen:

Niederschwellige Beratungs- und Betreuungsdienste

Niederschwellige Beratungs- und Betreuungsdienste sowie Begleitdienste zu Ämtern, Behörden und Gesundheitseinrichtungen für Migranten (Fragen zum Rentenrecht und zu Versicherungen, Betriebskostenabrechnungen, Telefonrechnungen, Banken, Kontoführung, Kindergeldzahlungen und -Ansprüche, Kinderferienbetreuung, Hilfe bei Bewerbungen und bei der Arbeitssuche, sowie Ausbildungsmöglichkeiten und bei Praktikumsstellen, Dolmetschertätigkeiten, Widersprüche gegen behördliche Entscheidungen, Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen und Formulare aller Art, Begleitdienste zu Sozial- und Arbeitsämtern, Wohngeld- Einbürgerungsstellen und medizinischen Einrichtungen usw.)

Weiterführende Beratung

Weiterführende Beratung mit Blick auf die Bildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive sowie Neuzugewanderten. Der Bildungsreferent empfiehl Bildungsangebote und bietet Erfahrungswerte an. Diese Erfahrungswerte fußen auf dem Austausch zwischen den Partnern und Bildungseinrichtungen mit denen das Projekt Neue Heimat kooperiert.

Realisierung von Begegnungsangeboten

Realisierung von Begegnungsangeboten für Neuzugewanderte und Alteingesessene. Dazu zählen Familiennachmittage, sportliche Aktivitäten und Kulturveranstaltungen sowie die Organisation der Seniorenveranstaltung „Spätsommer“ (in Umsetzung der Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation von Spätaussiedlern aus der GUS-Staaten in Berlin-Lichtenberg). Ausbau laufender Projekte wie: Lernwerkstatt für Russlanddeutsche Kinder und deren Freunde, offene Chorproben „ der Lyra Chöre“, kulturelles Programm „Musik ohne Grenzen“, Verbesserung der medialen Kompetenz „MEDIANATION“, Schulungen von Multiplikatoren, regelmäßige Künstlerproben, Organisation von Integrations- und Identitäts-Seminaren für Spätaussiedler und Familienangehörige. Diese Angebote dienen nicht nur der Mobilisierung der Zielgruppe, sondern auch dem Abbau der großen Ablehnung gegenüber den Zugewanderten in der Nachbarschaft.

Ausbau und Fortführung der Dauerausstellung „Geschichte der Deutschen aus Russland

Ausbau und Fortführung der Dauerausstellung „Geschichte der Deutschen aus Russland“ und Vernetzung mit dem Lese Club in der KULTSchule. In diesem Zusammenhang bietet der Verein Lyra e.V. den Kindern und Eltern, sowie anderen interessierten Bürgern, Führungen und Diskussionsrunden, um vorhandene Vorurteile abzubauen, mehr Toleranz zu erreichen, gegen Fremdenfeindlichkeit einzustehen und jeder Art von Rechtsextremismus entgegenzuwirken. Durch die Zusammenarbeit mit weiteren Trägern wie der Vereinigung der Vietnamesen, Kulturhaus Karlshorst, Sozialladen Berlin, Berlin Brandenburg Bildungswerk, Integrationsausschuss, Migrantenrat und zahlreichen anderen, soll die Vernetzung und der Informationsaustausch verbessert werden. Insbesondere als Gegenmittel für die Falschinformation seitens der rechtsextremen Szene, sowie Aufbau eines effektiven E-Mail-Verteilers. Ganz wichtig ist dabei die Vernetzung mit Stadtteilzentren und ständiger Austausch mit den Akteuren im Kiez und in Lichtenberg.

Kulturangebote

Des Weiteren finden Konzerte und Auftritte der einzelnen Gruppen des „Künstlerischen Ensembles LYRA“ in der Öffentlichkeit statt. Als Beiträge zu einem friedlichen Miteinander, gegen Fremdenfeindlichkeit und einem besseren Verständnis zwischen Migranten, Aussiedlern und Einheimischen finden zahlreiche Auftritte und Gastdarbietungen statt. Proben und Auftritte des Lyra-Ensembles: Akkordeon-Trio, 3 Jugendbands (u.a. „Kukuschka“), des Quartetts „Credo“, Gesangsolisten, Jugendgruppe „Agapie“ (Vokal und Tanz), Theatergruppe, „Musik ohne Grenzen“, „Lernwerkstatt“ – Musik, Solisten und Kinder, bilden eine solide Basis auch für die zukünftige Entwicklung und Ausweitung der kulturellen Begegnungsangebote.

Entwicklung der Zusammenarbeit

Entwicklung der Zusammenarbeit mit den soziokulturellen Zentren, anderen Trägern und Projekten, Teilnahme an den Fachgremien des Bezirksamtes, sowie Stärkung der Onlinekompetenz.

Koordination und Entwicklung der Angebote

Als eine wichtige Projektsäule sehen wir die Koordination und Entwicklung der Begegnungsangebote in Kooperation mit den Stadtteilzentren und örtlichen Akteuren der sozialen Arbeit. Dazu zählen u.a. Familiennachmittage, sportliche Aktivitäten und Kulturveranstaltungen. Dies dient nicht nur der Mobilisierung der Zielgruppe, sondern auch dem Abbau der möglichen Ablehnung gegenüber den Zugewanderten in der Nachbarschaft.


Teilhabe am Arbeitsmarkt 16i


Das könnte Ihre Chance sein!

Für von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen, die bisher trotz vielfältiger Anstrengungen vergeblich nach einem Arbeitsplatz gesucht haben, ist eine neue Fördermöglichkeit geschaffen worden: Mit Wirkung zum 01. Januar 2019 ist das Teilhabechancengesetz in Kraft getreten.

Mit der Neufassung des §16e Sozialgesetzbuch Teil II (SGB II) — Eingliederung von Lang-zeitarbeitslosen sowie dem neuen §16i SGB II — Teilhabe am Arbeitsmarkt wurden zwei Regelinstrumente eingeführt, um langzeitarbeitslosen Menschen wieder berufliche Perspektiven zu geben.

Ziel des neuen Gesetzes ist es, den betroffenen Menschen durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung soziale Teilhabe zu ermöglichen und so langfristig ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern.


 

Realisiert durch Zeitfokus und HMM.

Quantcast